Auf Zustellung mit der Deutschen Post DHL Group in Altena

Die heimische Bundestagsabgeordnete Bettina Lugk (SPD) war am Donnerstag, dem 21. Juli 2022, zu Gast bei der Deutschen Post DHL Group in Altena. Im Rahmen des Besuches begleitete sie auch einen Zusteller bei seiner Tour.

Standortleiter Stefan Kühnapfel selbst war es, der die Abgeordnete in die Abläufe einweihte: von der Vorbereitung im Zustellstützpunkt am Brachtenbecker Weg bis hin zur Zustellung von Briefen und Paketen, beispielsweise im Bereich von Horst.

Neben vielen Einblicken in die Arbeit der Zustellbasis freute sich Bettina Lugk auch über den menschlichen Charakter des Postbetriebs in ihrem Wahlkreis: “Bei uns im märkischen Sauerland ist die Post mehr als bloß ein Dienstleister: Die Zustellerinnen und Zusteller haben einen persönlichen Draht zu den Leuten vor Ort, sie sind Teil des Stadt- und Gemeindelebens.” Zum Abschluss nahm die Politikerin auch die neue Kombi-Zustellbasis in Altena an der Rosmarter Allee in Augenschein.

Besuch in Berlin: ukrainische Studierende und Stadtwerke Menden treffen SPD-Abgeordnete

Am Montag, dem 4. Juli hatten die heimische Bundesabgeordnete Bettina Lugk (SPD) und die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion Verena Hubertz Besuch im Bundestag: Studierende aus der Ukraine kamen im Rahmen eines Projektes der Stadtwerke Menden und der FH Südwestfalen zu Informationsgesprächen nach Berlin.

„StreamUp ist ein gemeinsames Projekt der TU Dortmund, der Stadtwerke Menden, der Wirtschaftsförderung Arnsberg und der Fachhochschule Südwestfalen. Ziel des Projektes ist es, zukunftsweisende Geschäftsmodelle im Bereich Mobilität für die Region Dortmund und Südwestfalen zu entwickeln“, erklärt Alessa Näpel, die das Projekt bei den Stadtwerken Menden betreut: „Im Sommer 2021 haben wir einen Wettbewerb für Studierende aus Deutschland und der Ukraine aufgerufen. Das Gewinnerteam konnte nun für einige Tage nach Berlin reisen, worüber wir uns sehr freuen“.

Bettina Lugk ist vom Engagement der Studierenden begeistert: „Das Interesse an diesem interkulturellen Austausch beeindruckt mich. Projekte wie ‚Stream Up‘ ermöglichen es uns, Menschen zu vernetzen und verschiedene Perspektiven zusammenzubringen. Außerdem setzt das Projekt auf Selbstwirksamkeit und motiviert junge Menschen, eigenständig aktiv zu werden“.

Fraktionsvize Verena Hubertz sprach mit den Studierenden über ihre eigenen Erfahrungen als Unternehmerin: „Leider basiert der Erfolg eines Start-Ups nicht nur auf Kreativität und Innovation – einer der wichtigsten Bausteine ist die Finanzierung. Dabei darf man sich nie entmutigen lassen – denn wer Innovationen schaffen will, muss auch mal etwas wagen!“

Bis zum 30. September für den Bundeswettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2022 bewerben

Die heimische Bundestagsabgeordnete Bettina Lugk ruft zur Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2022 auf, der jedes Jahr vom „Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt“ (BfDT) ausgeschrieben wird. „Demokratie bedeutet, sich in die Angelegenheiten vor Ort einzumischen. Dies geschieht häufig auf vielfältige Art und Weise. Mit diesem Wettbewerb soll das Engagement von Einzelpersonen und Gruppen gewürdigt werden, die das Grundgesetz im Alltag auf kreative Weise mit Leben füllen und sich somit tagtäglich für unsere demokratische Gesellschaft und deren Zusammenarbeit einsetzen“, so die Abgeordnete.

Bewerben können sich Einzelpersonen und Gruppen, die sich mit einem Projekt im Bereich der praktischen Demokratie- und Toleranzförderung engagieren. „In diesem Jahr werden vor allem Projekte gesucht, die mit innovativen und nachhaltigen Ansätzen Rechtsextremismus und Rassismus aktiv bekämpfen, das Engagement gegen alle Formen des Antisemitismus stärken, Erinnerungsarbeit leisten, die Willkommensgesellschaft aktiv gestalten und das Engagement für Geflüchtete in Hinblick auf aktuelle Herausforderungen weiterentwickeln sowie couragiert Haltung gegen Queerfeindlichkeit zeigen“, so Lugk.

Den Gewinner/-innen winken Geldpreise in Höhe von 2.000 bis zu 10.000 Euro, eine verstärkte Präsenz in der Öffentlichkeit sowie ein individuell angepasstes Workshop-Angebot. Weitere Informationen samt Bewerbungsformular finden Sie unter https://www.buendnis-toleranz.de/arbeitsfelder/wuerdigung/aktiv-wettbewerb/. Einsendeschluss ist der 30. September 2022.

66 Millionen für den Denkmalschutz – Haushaltsausschuss des Bundestages stellt erneut Gelder für die Sanierung bedeutender Denkmäler bereit

Bereits seit 2009 stellt die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Mittel für die Sanierung von Baudenkmälern und historischen Orgeln bereit. Seitdem konnten bundesweit Projekte in einer Gesamthöhe von 400 Millionen Euro unterstützt werden. Auch in diesem Jahr hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages 66 Millionen Euro für Sanierungsprojekte zur Verfügung gestellt.

Die heimische Bundestagsabgeordnete Bettina Lugk (SPD) begrüßt diese Entscheidung: „Das Denkmalschutz-Sonderprogramm ist eine Chance auch für kleinere Projekte in der Region. Ich weiß, wie schwierig es für Kirchengemeinden oder Fördervereine sein kann, ihr Objekt mit einem geringen Budget zu erhalten und zu sanieren. Das Förderprogramm ist ein Signal an ländliche Regionen, dass sie nicht vergessen werden.“

Die Förderung richtet sich an „national bedeutsame oder das kulturelle Erbe mitprägende unbewegliche Kulturdenkmäler“. Der Antrag muss vom Projektträger ausgefüllt und bis Ende Juli an die zuständige Landesdenkmalschutzbehörde gesendet werden. Diese hilft auch bei der Antragstellung.

„Ich bin den vielen Ehrenamtlichen dankbar, die sich für ihr Denkmalprojekt einsetzen und so zum Erhalt der vielseitigen Kulturlandschaft des Märkischen Sauerlandes beitragen“, so Bettina Lugk. „Mit dem Denkmalschutz-Sonderprogramm kann der Bund sie ein wenig in ihrer wertvollen Arbeit unterstützen.“

Weitere Informationen zu den Förderrichtlinien gibt es auf der Homepage der Beauftragten für Kultur und Medien unter der Rubrik „Denkmalschutz“.

Laden Sie hier die Antragsformulare für das Denkmalschutz-Sonderprogramm herunter: DS XI – Antragsunterlagen

200 Millionen für unsere Wälder: Bundestag gibt Fördermittel frei

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat 200 Millionen Euro aus dem Energie- und Klimafonds (EKF) für die Anpassung unserer Wälder an die Klimakrise freigegeben. Die Gelder sollen Waldbesitzende dabei unterstützen, sich besser auf die Folgen der klimawandelbedingten Veränderungen vorzubereiten. Die heimische Bundestagsabgeordnete Bettina Lugk (SPD) begrüßt diese Entscheidung:

„Klimafeste Wälder sind zentral beim Kampf gegen den Klimawandel und seine Folgen: Nur der klimaresiliente Mischwald ist in der Lage, auch bei sich verändernden klimatischen Bedingungen als Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten sowie als Kohlenstoffspeicher zu dienen.“ Darüber hinaus sichern klimafeste Waldgebiete auch Standortvorteile, betont Bettina Lugk: „Der nachhaltige Rohstoff Holz ist zentral für viele Wertschöpfungsketten und damit auch für Arbeitsplätze hier im märkischen Sauerland.“

Die Freigabe der 200 Millionen Euro ist ein wichtiges Signal für die vielen Waldbesitzenden in der Region und in ganz Deutschland. Auch Kleinstwaldbesitzende können sich über die Entscheidung freuen: Genau wie Forstbetriebsgemeinschaften sind auch sie antragsberechtigt und können gefördert werden.

NATO-Beitritt von Finnland und Schweden

Die Koalitionsfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP sowie die CDU/CSU-Fraktion setzen sich dafür ein, dass Deutschland die Protokolle zum NATO-Beitritt von Finnland und Schweden ratifiziert. Das dafür notwendige Vertragsgesetz wurde heute im Bundestag beraten und im Anschluss an die 70-minütige Debatte verabschiedet.

Leider hat mich Corona von meinem ursprünglichen Plan abgehalten, während der heutigen Plenardebatte als zuständige Berichterstatterin der Arbeitsgruppe Außenpolitik der SPD-Bundestagsfraktion zum NATO-Beitritt der beiden Länder zu reden. Dennoch möchte ich Ihnen gerne meine Rede zur Verfügung stellen:

 

“Sehr geehrte Frau Präsidentin,

verehrte Kolleginnen und Kollegen,

Ende Mai hatte ich die Gelegenheit, die NATO Battle Group in Rukla, Litauen zu besuchen und mit den Soldatinnen und Soldaten zu sprechen, die dort unter Führung der Bundeswehr stationiert sind. Hier in Berlin oder Brüssel sprechen wir von der NATO meist abstrakt als „Verteidigungsbündnis“ – doch es sind die Frauen und Männer, die in Rukla und anderswo unter Einsatz ihres Lebens für unsere Sicherheit einstehen, die wir damit meinen. Dafür gilt ihnen unser Dank!

Wer an der Ostflanke der NATO unterwegs ist, versteht, was „Bündnisverteidigung“ für die Menschen dort bedeutet. „Bündnisverteidigung“, das heißt gegenseitiger Beistand – politisch, aber in letzter Konsequenz auch militärisch. Nun, da unsere Sicherheit so stark bedroht ist wie lange nicht mehr, hat uns das Angebot zweier Staaten – zweier Freunde – erreicht, die sich diesem Gedanken des gegenseitigen Beistands anschließen wollen.

Finnland und Schweden sind bereit, ihren Beitrag zu leisten – und sie sind fähig dazu: Die beiden Länder verfügen über außerordentliche militärische Kapazitäten, ein stabiles politisches Regime und ein hohes Maß an Wille, sich gemeinsam mit allen 30 NATO-Partnern um Frieden und eine sichere Zukunft zu bemühen:

Finnland hat das 2 Prozent-Ziel bei Rüstungsausgaben bereits fast erreicht und bringt ein Heer von über 250.000 Soldatinnen – inklusive Reservisten – sowie eine starke Artillerie mit;

Schweden will ebenfalls binnen weniger Jahre das 2 Prozent-Ziel erreichen und seine Militärausgaben um etwa 40 Prozent steigern; außerdem verfügt Schweden über eine starke Luftwaffe.

Davon abgesehen befinden sich Finnland und Schweden in einer zentralen geostrategischen Lage – mit ihnen als Bündnispartner können wir für die Sicherheit rund um das baltische Meer und darüber hinaus im gesamten Nordosten Europas viel bewegen.

Doch die beiden Länder haben nicht nur großes Potenzial, unsere Verteidigungsfähigkeit zu verstärken, sondern können auch unmittelbar und nahtlos in die NATO-Verbünde integriert werden – denn sie sind schon heute in viele unserer Aktivitäten eingebunden.

Dass wir diese ausgestreckte Hand nicht ausschlagen, ist ein Gebot der Vernunft und für die meisten von uns auch Ausdruck einer tiefen Überzeugung. Nicht zuletzt ist es ein klares Signal an unsere eigenen Streitkräfte: Als Politikerinnen und Politiker arbeiten wir daran, das Bündnis und seine Fähigkeiten auszubauen. Auch im Verbund mit neuen Partnern.

Doch im Gespräch mit den Soldatinnen und Soldaten in Rukla ist mir klar geworden, dass es ihnen nicht nur darum geht, wie wir uns in Zukunft verteidigen. Sie wissen auch, wofür sie kämpfen. Und wir wissen das auch – denn die NATO ist nicht nur ein Bündnis des gegenseitigen Beistands, sondern auch eine Allianz gemeinsamer Werte.

Auch in dieser Hinsicht sind Finnland und Schweden ein großer Gewinn: Beide Staaten sind gefestigte Demokratien, streiten international für eine offene Gesellschaft und teilen unseren Wunsch nach einer Welt ohne nukleare Bedrohungen.

Mit ihrer feministischen, an Menschenrechten orientierten Außenpolitik stärken Finnland und Schweden auch unsere Interessen innerhalb der NATO.

Sie stehen unseren Prioritäten und strategischen Zielen näher als manch anderer Staat, der bereits Teil der NATO ist.

Deshalb ist unsere Zustimmung zur Aufnahme von Finnland und Schweden nicht einfach „Formsache“ – unser „Ja“ muss in dem Bewusstsein erfolgen, dass wir zwei Freunde und Partner für das Bündnis gewinnen, deren Beitrittswunsch uns stärker macht. Denn Finnland und Schweden wissen nicht nur, wie wir uns verteidigen können, sondern sie wissen auch, wofür wir es tun.”

Rahmenbedingungen für Trainier:innen im Leistungssport verbessern

Die Vertrags- und Vergütungssituation der Trainerinnen und Trainer im Leistungssport ist nicht zufriedenstellend – das hat die heutige Sitzung im Sportausschuss erneut gezeigt. Instrumente, um die Situation zu verbessern, liegen bereits seit 2019 vor mit einem Trainerkonzept, das der DOSB gemeinsam mit den betroffenen Akteuren erarbeitet hatte. Die Umsetzung muss nun zügig erfolgen.

Sabine Poschmann, sportpolitische Sprecherin:

„Wenn wir im internationalen Sport wieder erfolgreicher werden wollen, brauchen wir hervorragende Trainerinnen und Trainer. Dafür müssen wir die Rahmenbedingungen verbessern: So stellen Kettenbefristungen von Trainerinnen und Trainern eine große Belastung für diese Berufsgruppe, aber auch für die Athletinnen und Athleten, dar. Daher sollte, wie im Trainerkonzept von 2019 vereinbart, nach einer maximal zweijährigen Befristung eine Entfristung des Arbeitsverhältnisses erfolgen. Außerdem brauchen wir eine Bezahlung, die dem Stellenwert von Trainerinnen und Trainern gerecht wird. Das Trainerkonzept bietet auch für diese Frage eine gute Grundlage. Wir haben im Koalitionsvertrag eine unabhängige Instanz zur Mittelvergabe vereinbart. Es sollte geprüft werden, inwieweit diese Instanz verbindliche Vorgaben für die Vertrags- und Vergütungssituation von Trainern machen kann.“

Bettina Lugk, zuständige Berichterstatterin:

„Trainerinnen und Trainer sind der Schlüsselfaktor für sportlichen Erfolg. Im Sport und für die Athletinnen und Athleten unverzichtbar, in unserer Gesellschaft jedoch kaum gesehen. Die Forderung nach hochqualifizierten Trainerinnen und Trainern wird immer lauter – doch besonders wenn die Babyboomer-Generation in Rente geht und somit aus dem Arbeitsmarkt ausscheidet, wird der Bedarf in diesem Berufsfeld nochmal weiter wachsen. Um talentierte und motivierte Menschen für die Tätigkeit als Trainer im Spitzensportbereich zu begeistern, muss der Beruf attraktiver werden. Neben einem transparenten Vergütungssystem sollten bessere Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten zum Standard werden. Nur so erreichen wir eine größere Wertschätzung des Trainerberufs, die dringend geboten ist.“

Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien

Die Koalitionsfraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP setzen sich für die fortdauernde Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien ein. Ein entsprechender Antrag (20/2572) wird heute im Bundestag beraten und im Anschluss an die 40-minütige Debatte abgestimmt.

Leider hat mich Corona von meinem ursprünglichen Plan abgehalten, während der heutigen Plenardebatte als zuständige Berichterstatterin der Arbeitsgruppe Außenpolitik der SPD-Bundestagsfraktion zum Antrag zu reden. Dennoch möchte ich Ihnen gerne meine Rede zur Verfügung stellen:

“Frau Präsidentin,

meine sehr verehrten Damen und Herren Abgeordnete,

Wenn in Kolumbien für jedes Opfer des bewaffneten Konflikts eine Schweigeminute eingelegt werden würde, wäre es 17 Jahre still! Dies stellte der Präsident der Kolumbianischen Wahrheitskommission Francisco de Roux fest, als er Ende Juni den Abschlussbericht über den kolumbianischen Konflikt vorstellte.

Die Zahlen sind erschütternd: mehr als 450.000 Tote und über 90.000 Verschwundene, mehr als 8 Millionen Vertriebene, und fast 17.000 rekrutierte Kindersoldaten. Über 50.000 Menschen wurden als Geiseln genommen.

2016 konnte endlich der Friedensvertrag zwischen der damaligen Regierung und der ehemaligen Guerilla FARC unterzeichnet werden –  nach über 50 Jahren kriegerischer Auseinandersetzung. Das Abkommen war nicht nur ein wichtiger Schritt, sondern hat weltweit neue Maßstäbe für inklusive Friedensprozesse gesetzt. Es ist das erste Abkommen weltweit, dass die spezifische Rolle von Frauen für die Konfliktlösung anerkennt. Das Ziel ist es, einen dauerhaften und nachhaltigen Frieden und eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen, die durch eine politische und wirtschaftliche Teilhabe aller Gesellschaftsmitglieder gekennzeichnet ist.

Der Abschluss der Friedensgespräche hat zunächst zu einem deutlichen Rückgang von Gewalt geführt, wenngleich der Frieden brüchig blieb. Die Verschiebung der Kräfteverhältnisse hat vielerorts zu neuen Konflikten geführt, u.a. zu Morden an Menschenrechts- und Umweltaktivisten. Die Pandemie hat zudem die extreme sozioökonomische Ungleichheit, die Fragen der gerechten Verteilung von Land und den Zugang zu Ressourcen verschärft. Auch bei den landesweiten Protesten im vergangenen Jahr kam es zu einer beispiellosen Gewalteskalation, die  zwingend aufgearbeitet werden muss.

Trotz internationaler Unterstützung gelingt die Umsetzung des Abkommens teilweise bisher nur sehr schleppend. Ohne ernsthafte Schritte zur Friedenskonsolidierung und gesellschaftliche Aussöhnung besteht die Gefahr, dass der Konflikt wieder an Fahrt aufnimmt.

Die Verwirklichung des Friedens hat für das Land, aber auch für Deutschland und die internationale Gemeinschaft hohe Priorität. Zahlreiche deutsche NGOs, Kirchen, politische Stiftungen sowie das Deutsch-Kolumbianische Friedensinstitut CAPAZ leisten gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen vor Ort einen unverzichtbaren Beitrag zur Friedensentwicklung. Dafür möchte ich mich bedanken!

Mit Gustavo Petro wird zum ersten Mal in der 200-jährigen Geschichte Kolumbiens ein progressiver Präsident die Regierung anführen. Die Wahl von Petro und seiner afrokolumbianischen Vizepräsidentschaftskandidatin Francia Márquez ist ein wichtiges Signal für die Stärkung der Demokratie, des Friedensprozesses und des sozialen Zusammenhalts, das über die Grenzen Kolumbien hinaus strahlt.

Doch der Frieden ist nach wie vor ein langfristiger Transformationsprozess. Neben Maßnahmen zu einem gerechten Zugang zu Land im Rahmen einer Landreform bedarf es der Stärkung des politischen und zivilgesellschaftlichen Engagements. Teilhabemöglichkeiten von Frauen und marginalisierten Gruppen müssen geschaffen werden. Gesellschaftliche und politische Akteure müssen ihren Aufgaben in Sicherheit nachkommen können.

Mit der Veröffentlichung des Abschlussberichts der Wahrheitskommission tritt der Versöhnungsprozess in eine neue Phase ein – die es zu unterstützen gilt! Der Sicherheitssektor muss grundlegend reformiert werden. Wir müssen die neue Regierung in ihrer Bestrebung nach einer Justizreform unterstützen, die auf deren Unabhängigkeit und die Beendigung von Straflosigkeit abzielt. Eine „Kultur der Straflosigkeit“ hat zu mehr als 90.000 Verschwundenen geführt. Um die juristische Aufarbeitung der begangenen Verbrechen zu beschleunigen, plädieren wir dafür, die Sondergerichtsbarkeit für den Frieden finanziell und politisch zu unterstützen.

Auf die neue Regierung warten gewaltige Aufgaben. Es zeichnet sich aber bereits jetzt ein Panorama ab, das der deutschen Politik Chancen bietet, die guten Beziehungen zu Kolumbien weiter auszubauen. Petro lässt keinen Zweifel daran, dass er den Friedensprozess entschlossen umsetzen und die soziale Frage in den Fokus stellen will. Auch im Umweltschutz hat die neue Regierung einen ambitionierten Richtungswechsel angekündigt.

Deutschland muss daher den kolumbianischen Friedensprozess und die gesellschaftliche Transformation auch künftig politisch und finanziell unterstützen.

Ich bitte Sie daher um Zustimmung zu unserem Antrag.

Herzlichen Dank.”

 

 

Spannende Besichtigung des Olympischen und Paralympischen Trainingszentrums in Kienbaum

Am Montag hatten alle Mitglieder des Sportausschusses die Möglichkeit, sich das Trainingszentrum im brandenburgischen Kienbaum anzusehen und mit Sportler: innen in den Austausch zu treten. Im Rahmen der Leistungssportreform von 2017 ist die Bedeutung des Trainingszentrums enorm gestiegen: Über 400 Athlet:innen können hier untergebracht werden und das Gelände bietet eine Infrastruktur für 18 verschiedene Sportarten. Wir durften mit dem Nationalteam Kanu und den Fußballern des Hertha BSC sowie deren Trainingspersonal in den Austausch kommen. Die Teams bereiten sich gerade auf ihre anstehenden internationalen Wettkämpfe bzw. Spiele hier im Trainingszentrum vor. In einer Sache waren sich alle einig: ein Wunsch jedes Spitzensportlers und jeder Spitzensportlerin ist es, hier trainieren zu dürfen. Optimale Trainingsbedingungen tragen viel zu einer positiven Entwicklung der Spitzensportler: innen bei. Die „Rundumbetreuung“ der Athlet: innen zusammen mit einer tollen Infrastruktur für die jeweilige Sportart verringert das Verletzungsrisiko und hilft den Athlet: innen sich optimal auf die großen Wettkämpfe vorzubereiten.

Ich danke allen Athlet:innen sowie dem Trainingszentrum für diese spannenden Einblicke!

Internationaler Schüleraustausch 2022/2023 – Gastfamilien gesucht!

Deutschland ist als Gastland weiterhin sehr attraktiv, doch viele amerikanische Schüler:innen warten noch auf Nachricht von Gastfamilien, bei welchen sie ihr Auslandsjahr verbringen können.

Der Deutsche Bundestag und der amerikanische Kongress unterstützen auch in diesem Jahr wieder Schüler:innen aus beiden Nationen, um jungen Menschen die Verwirklichung eines Traumes zu ermöglichen: Ein Schuljahr im Ausland!

Ab Ende August 2022 sind amerikanische High School Schüler:innen für ca. zehn Monate im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programms überall in Deutschland zu Gast – auch im Märkischen Kreis haben Gastschüler:innen in den letzten Jahren ein Zuhause gefunden. „Ich würde mich sehr freuen, wenn sich Gastfamilien aus unserer Region melden, eine Schülerin oder einen Schüler aus Amerika für ein Jahr aufzunehmen. Das ist ein Kulturaustausch, der für beide Seiten sehr wertvoll ist. Als Gasteltern kommen alle Familien in Betracht, die bereit sind, einem Gastkind Heim und Herz zu öffnen“, so die heimische Abgeordnete Lugk.

GIVE e.V. sucht, als eine der vom Bundestag mit der Durchführung des Programms beauftragten Organisationen für die jungen Stipendiat:innen nette Gastfamilien in der Region. Alle Gastschüler:innen sind aufgeschlossene junge Menschen zwischen 15 und 18 Jahren, die sich in Auswahlverfahren für ihren Aufenthalt qualifiziert haben. Die jungen Gäste erwarten kein Besuchs-, Reise- oder Unterhaltungsprogramm – sie möchten einfach als weiteres Familienmitglied das Leben ihrer Gastfamilie teilen.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.give-highschool.org/ oder direkt bei Herrn Roggendorf per E-Mail ulf-c@web.de, der für unsere Region zuständig ist.