Landwirtschaft im Märkischen Kreis: Drei Höfe und viele Einblicke

2ie vielfältig Landwirtschaft im Märkischen Kreis heute ist und vor welchen Herausforderungen die Betriebe stehen, zeigte sich bei einer Landwirtschaftstour durch Iserlohn und Menden. Gemeinsam mit ihrem Bundestagskollegen Jens Behrens, Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, besuchte Bettina Lugk drei landwirtschaftliche Betriebe und kam mit den Landwirtinnen und Landwirten vor Ort ins Gespräch.

Die erste Station führte zum Hof Drepper in Iserlohn-Sümmern. Dort reicht das Spektrum vom Gemüseanbau und der Verarbeitung bis zur direkten Vermarktung mit eigener Metzgerei und Bäckerei.

Im Gespräch ging es unter anderem um Saisonarbeitskräfte, langjährig Beschäftigte und die wirtschaftliche Situation der Landwirtschaft. Thematisiert wurden die Marktmacht großer Konzerne, die Preisbildung im Lebensmitteleinzelhandel und der Preisdruck auf die Erzeuger.

„Wir haben ein eigenes Interesse daran, dass Lebensmittel auch künftig hier bei uns produziert werden. Dafür brauchen unsere Landwirtinnen und Landwirte faire Bedingungen und die Perspektive, mit ihrer Arbeit ein verlässliches Einkommen erzielen zu können“, betonte Bettina Lugk.

Landwirtschaft erlebbar machen

Weiter ging es zum Hof Scheffer in Menden, wo Acker- und Kartoffelanbau sowie die Selbstvermarktung im Mittelpunkt standen.

Dabei wurde auch darüber gesprochen, wie wichtig es ist, Landwirtschaft wieder stärker erlebbar zu machen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Mendener Kartoffelmarkt, der am 19. und 20. September 2026 bereits zum 29. Mal auf dem Hof stattfindet.

Auch ein Besuch im Kuhstall durfte nicht fehlen. Für einen heiteren Moment sorgte Jens Wilkens, der beim Füttern beinahe noch ein „Küsschen“ von einer Kuh bekommen hätte.

Biogas und erneuerbare Energien

Zum Abschluss führte die Tour zum Hof Bedehäsing/Kopstadt in der Iserlohner Rheinermark. Neben Ackerbau und Legehennenhaltung spielt dort die Energieerzeugung aus Biogas und Solarenergie eine wichtige Rolle.

Im Mittelpunkt stand besonders das Potenzial von Biogas. Anlagen können ihre Stromproduktion gezielt dann erhöhen, wenn Wind und Sonne nicht ausreichend Energie liefern, und damit zur Stabilität des Stromnetzes beitragen.

Für Investitionen in Anlagen, Speicher und Technik brauchen die Betriebe jedoch verlässliche und langfristige Rahmenbedingungen. Auch die aktuellen Reformüberlegungen des Bundeswirtschaftsministeriums waren deshalb Thema des Gesprächs.

„Wenn wir erneuerbare Energien weiter ausbauen und gleichzeitig Versorgungssicherheit gewährleisten wollen, sollten wir das Potenzial von Biogas nicht aus dem Blick verlieren“, erklärte Bettina Lugk.

Die Landwirtschaftstour zeigte, wie vielseitig die Betriebe in der Region aufgestellt sind und welchen Beitrag sie für Lebensmittelversorgung, regionale Wertschöpfung und Energieversorgung leisten.

Bettina Lugk bedankte sich bei den Familien Drepper, Scheffer und Bedehäsing für die offenen Gespräche und die Einblicke in ihre Betriebe.