Zwei Tage unterwegs in Südwestfalen

Zwei Tage lang war Bettina Lugk gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Bund, Land und Kommunen in Südwestfalen unterwegs. Im Mittelpunkt der Südwestfalentour 2026 standen Gespräche mit Betrieben, Einrichtungen und Verbänden sowie die Frage, welche Herausforderungen die Region aktuell beschäftigen.

Zum Auftakt ging es zum Haus Düsse in Bad Sassendorf. Bei einer Führung und im Austausch mit der Landwirtschaftskammer NRW standen die Situation der Landwirtschaft und die Zukunft der heimischen Betriebe im Mittelpunkt.

Anschließend führte die Tour nach Warstein zur Warsteiner Brauerei. Dort erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblicke in die Entwicklung des Biermarktes und die Herausforderungen, die mit dem sinkenden Bierkonsum in Deutschland verbunden sind. Zugleich zeigte sich, wie das Unternehmen mit neuen Getränkevariationen und einem breiteren Angebot auf den Wandel der Branche reagiert.

Der zweite Tag begann in Brilon mit einem gemeinsamen Frühstück und einem Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der örtlichen Sozialverbände. Dabei ging es um aktuelle soziale Fragen und die Erfahrungen aus der täglichen Arbeit vor Ort.

Zum Abschluss stand ein Besuch bei Egger Holzwerkstoffe auf dem Programm. Der Rundgang bot Einblicke in einen bedeutenden Industriestandort der Region und machte deutlich, welche Rolle Industrie und Arbeitsplätze für Südwestfalen spielen.

„Südwestfalen ist eine starke und vielfältige Region. Gleichzeitig stehen viele Betriebe und Einrichtungen vor großen Herausforderungen. Deshalb ist es wichtig, nicht nur über die Region zu sprechen, sondern mit den Menschen vor Ort“, so Bettina Lugk.

Die Südwestfalentour bot zahlreiche Gelegenheiten für offene Gespräche und neue Einblicke. Bettina Lugk bedankte sich bei allen Gastgeberinnen und Gastgebern für den Austausch und die Gastfreundschaft.

Landwirtschaft im Märkischen Kreis: Drei Höfe und viele Einblicke

2ie vielfältig Landwirtschaft im Märkischen Kreis heute ist und vor welchen Herausforderungen die Betriebe stehen, zeigte sich bei einer Landwirtschaftstour durch Iserlohn und Menden. Gemeinsam mit ihrem Bundestagskollegen Jens Behrens, Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, besuchte Bettina Lugk drei landwirtschaftliche Betriebe und kam mit den Landwirtinnen und Landwirten vor Ort ins Gespräch.

Die erste Station führte zum Hof Drepper in Iserlohn-Sümmern. Dort reicht das Spektrum vom Gemüseanbau und der Verarbeitung bis zur direkten Vermarktung mit eigener Metzgerei und Bäckerei.

Im Gespräch ging es unter anderem um Saisonarbeitskräfte, langjährig Beschäftigte und die wirtschaftliche Situation der Landwirtschaft. Thematisiert wurden die Marktmacht großer Konzerne, die Preisbildung im Lebensmitteleinzelhandel und der Preisdruck auf die Erzeuger.

„Wir haben ein eigenes Interesse daran, dass Lebensmittel auch künftig hier bei uns produziert werden. Dafür brauchen unsere Landwirtinnen und Landwirte faire Bedingungen und die Perspektive, mit ihrer Arbeit ein verlässliches Einkommen erzielen zu können“, betonte Bettina Lugk.

Landwirtschaft erlebbar machen

Weiter ging es zum Hof Scheffer in Menden, wo Acker- und Kartoffelanbau sowie die Selbstvermarktung im Mittelpunkt standen.

Dabei wurde auch darüber gesprochen, wie wichtig es ist, Landwirtschaft wieder stärker erlebbar zu machen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Mendener Kartoffelmarkt, der am 19. und 20. September 2026 bereits zum 29. Mal auf dem Hof stattfindet.

Auch ein Besuch im Kuhstall durfte nicht fehlen. Für einen heiteren Moment sorgte Jens Wilkens, der beim Füttern beinahe noch ein „Küsschen“ von einer Kuh bekommen hätte.

Biogas und erneuerbare Energien

Zum Abschluss führte die Tour zum Hof Bedehäsing/Kopstadt in der Iserlohner Rheinermark. Neben Ackerbau und Legehennenhaltung spielt dort die Energieerzeugung aus Biogas und Solarenergie eine wichtige Rolle.

Im Mittelpunkt stand besonders das Potenzial von Biogas. Anlagen können ihre Stromproduktion gezielt dann erhöhen, wenn Wind und Sonne nicht ausreichend Energie liefern, und damit zur Stabilität des Stromnetzes beitragen.

Für Investitionen in Anlagen, Speicher und Technik brauchen die Betriebe jedoch verlässliche und langfristige Rahmenbedingungen. Auch die aktuellen Reformüberlegungen des Bundeswirtschaftsministeriums waren deshalb Thema des Gesprächs.

„Wenn wir erneuerbare Energien weiter ausbauen und gleichzeitig Versorgungssicherheit gewährleisten wollen, sollten wir das Potenzial von Biogas nicht aus dem Blick verlieren“, erklärte Bettina Lugk.

Die Landwirtschaftstour zeigte, wie vielseitig die Betriebe in der Region aufgestellt sind und welchen Beitrag sie für Lebensmittelversorgung, regionale Wertschöpfung und Energieversorgung leisten.

Bettina Lugk bedankte sich bei den Familien Drepper, Scheffer und Bedehäsing für die offenen Gespräche und die Einblicke in ihre Betriebe.