Warschauer Sicherheitsforum 2026: Wie sichern wir Frieden und Sicherheit in Europa?

Zwei Tage voller spannender Diskussionen, interessanter Begegnungen und vieler Denkanstöße: Heute und morgen nehme ich am Warsaw Security Forum in Warschau teil.

Mehr als 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus rund 90 Ländern kommen hier zusammen, um über die sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit zu diskutieren.

Die Themen könnten kaum vielfältiger sein: Wie muss sich die NATO auf zukünftige Bedrohungen vorbereiten? Wie stärken wir die europäische Verteidigungsfähigkeit? Welche Rolle spielen die internationale Zusammenarbeit, die Verteidigungsindustrie und neue Technologien? Und wie schützen wir unsere kritische Infrastruktur und machen unsere Gesellschaften widerstandsfähiger?

Besonders interessant sind für mich die unterschiedlichen Perspektiven unserer europäischen und internationalen Partner. Gerade die Staaten an der östlichen NATO-Flanke bringen wichtige Erfahrungen und Einschätzungen in die Diskussionen ein.

Natürlich ist auch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ein zentrales Thema. Die Berichte über die Lage an der Front, den Alltag in Kiew unter ständigen Angriffen und die gezielte Zerstörung der Energie- und Verkehrsinfrastruktur sind eindrücklich. Besonders bewegt haben mich die persönlichen Einblicke in das Schicksal von Kriegsgefangenen.

Aber auch die internationale Dimension des Krieges, seine Finanzierung und die Frage, wie wir unsere Luftverteidigung und den Schutz der Zivilbevölkerung verbessern können, werden intensiv diskutiert.

Was sich durch viele Panels zieht: Sicherheit ist weit mehr als eine militärische Frage. Es geht ebenso um wirtschaftliche Stärke, eine funktionierende Infrastruktur, gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit und verlässliche internationale Partnerschaften.

Als Mitglied des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages ist mir dieser Austausch besonders wichtig. Die Gespräche und Diskussionen liefern wertvolle Impulse für meine parlamentarische Arbeit und zeigen einmal mehr, wie wichtig es ist, über nationale Grenzen hinauszudenken.