Gute Nachrichten für unsere Sportvereine und Kommunen: 333 Millionen Euro für die Sanierung von Sportstätten

Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) geht in eine neue Runde:

Für den Projektaufruf 2026/2027 stehen 333 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität zur Verfügung. Städte, Gemeinden und Landkreise sind herzlich eingeladen, ihre Projektskizzen einzureichen.

Die heimische Bundestagsabgeordnete Bettina Lugk erklärt dazu:

„Sportstätten sind Orte der Begegnung, der Gesundheit und des Zusammenhalts. Sie bringen Menschen zusammen, ob beim Vereinssport, beim Schwimmen oder beim Training der Jüngsten. Viele dieser Orte sind in die Jahre gekommen, und deshalb freue ich mich sehr, dass der Bund die Kommunen mit dem neuen Förderaufruf erneut unterstützt. Ich lade alle Städte und Gemeinden in unserer Region herzlich ein, diese Chance zu nutzen und sich mit ihren Projekten zu bewerben.“

Gefördert wird die umfassende Sanierung und Modernisierung von Sporthallen, Hallen- und Freibädern sowie Sportfreianlagen wie Fußball- und Tennisplätzen, einschließlich Kunstrasenplätzen. Bestandsbauten sollen grundsätzlich erhalten bleiben, Ersatzneubauten sind nur in Ausnahmefällen möglich. Bei Gebäuden steht die energetische Sanierung im Mittelpunkt.

Interessenbekundungen können bis zum 1. Februar 2027 digital über die Förderzentrale Deutschland eingereicht werden. Das Formular ist seit dem 26. Oktober 2026 freigeschaltet. Über die Auswahl der Projekte entscheidet der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages.

Weitere Informationen finden Interessierte hier: https://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/aufrufe/aktuelle-meldungen/sks.html

Auszubildende von Mendritzki+Wilke zu Besuch im Deutschen Bundestag

Hohe Lebenshaltungskosten, bezahlbarer Wohnraum, Investitionen in die Infrastruktur und gesellschaftliche Proteste – beim Besuch von Auszubildenden von Mendritzki+Wilke in Berlin standen zahlreiche aktuelle Herausforderungen im Mittelpunkt unseres Gesprächs.

Über den Besuch der Auszubildenden von Mendritzki+Wilke im Deutschen Bundestag habe ich mich sehr gefreut. Der direkte Austausch mit jungen Menschen ist für mich immer wieder eine wertvolle Gelegenheit, zu erfahren, welche Themen sie beschäftigen, welche Erwartungen sie an die Politik haben und wo sie besonderen Handlungsbedarf sehen.

Im Mittelpunkt unseres Gesprächs standen vor allem die Herausforderungen, vor denen junge Menschen im Alltag stehen. Hohe Benzinpreise, steigende Mieten und die Frage, wie man sich mit einem Ausbildungsgehalt ein eigenständiges Leben aufbauen kann, waren dabei ebenso Thema wie der erhebliche Sanierungsstau bei Schulen, Straßen und Brücken.

Dabei wurde deutlich, wie eng diese Themen miteinander verbunden sind. Wer beispielsweise für die Ausbildung auf das Auto angewiesen ist, spürt hohe Kraftstoffpreise unmittelbar im eigenen Geldbeutel. Gleichzeitig erschweren hohe Mieten vielen jungen Menschen den Schritt in die erste eigene Wohnung.

Eine besonders interessante Diskussion entwickelte sich rund um die Demonstrationen in Frankreich. Die Auszubildenden wollten wissen, ob ich die Gefahr sehe, dass vergleichbare Protestbewegungen auch in Deutschland entstehen könnten. Diese Frage führte zu einem spannenden Austausch über gesellschaftliche Unzufriedenheit, politische Entscheidungen und die Erwartungen der Menschen an den Staat.

Gerade solche Diskussionen machen für mich den besonderen Wert dieser Begegnungen aus. Es geht nicht nur darum, parlamentarische Abläufe zu erklären, sondern auch darum, zuzuhören, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und gemeinsam über aktuelle Entwicklungen nachzudenken.

Ich habe mich sehr über das Interesse, die offenen Fragen und die lebhafte Diskussion gefreut. Mein herzlicher Dank gilt den Auszubildenden von Mendritzki+Wilke für ihren Besuch und den interessanten Austausch.

Für ihren weiteren Ausbildungsweg wünsche ich ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Innovationskraft und moderne Fertigung: Zu Besuch bei STAHLKONTOR in Hagen

Wie können innovative Technologien schneller für unsere Bundeswehr nutzbar gemacht werden? Welche Voraussetzungen braucht die Industrie, um ihre Produktionskapazitäten auszubauen und wichtige Ausrüstung zuverlässig und in ausreichender Stückzahl zu liefern? Diese Fragen standen im Mittelpunkt meines Unternehmensbesuchs bei STAHLKONTOR in Hagen am 19. Oktober 2026.

Das Unternehmen blickt auf eine mehr als 100-jährige Geschichte zurück und hat sich vom klassischen Stahlhandel zu einem hochspezialisierten Systemlieferanten entwickelt. Heute fertigt STAHLKONTOR unter anderem Schutz- und Panzerungskomponenten für militärische Fahrzeuge sowie hochpräzise Bauteile für die Luftfahrt, den Schienenfahrzeugbau und weitere Industriezweige. Dabei setzt das Unternehmen auf moderne Fertigungstechnologien und eigene patentierte Verfahren.

Einblicke in die Entwicklung einer neuen Drohnenplattform

Besonders interessant war für mich die Besichtigung der Drohnenfertigung. STAHLKONTOR arbeitet an einer in Deutschland entwickelten und produzierbaren Drohnenplattform, die auf einer eigenen patentierten Technologie basiert.

Das Konzept sieht eine Drohne mit einer Spannweite von weniger als 2,5 Metern vor, die für unterschiedliche Einsatzanforderungen ausgelegt werden kann. Ein wesentliches Ziel ist es, die Produktion so zu gestalten, dass die Systeme kosteneffizient, in hoher Stückzahl und mit möglichst kurzen Lieferzeiten hergestellt werden können.

Die Entwicklung zeigt beispielhaft, welche Innovationskraft in unserer heimischen Industrie steckt. Gerade angesichts der veränderten sicherheitspolitischen Lage kommt es darauf an, neue Technologien nicht nur zu entwickeln, sondern sie auch möglichst schnell in die praktische Anwendung zu bringen.

Produktionskapazitäten ausbauen und Lieferzeiten verkürzen

Als Mitglied des Verteidigungsausschusses beschäftige ich mich intensiv mit der Frage, wie wir die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas nachhaltig stärken können. Dazu gehören höhere Investitionen in unsere Bundeswehr. Ebenso entscheidend ist aber, dass die bestellte Ausrüstung tatsächlich schnell produziert und termingerecht geliefert wird.

Dafür muss es gelingen, industrielle Produktionskapazitäten auszubauen und Fertigungsprozesse stärker auf größere Stückzahlen auszurichten. Der Übergang von einer eher manufakturartigen Fertigung zu einer leistungsfähigen Serienproduktion stellt viele Unternehmen vor große Herausforderungen.

Im Gespräch mit den Geschäftsführern Heiko Drawe und Marcus Zeumer ging es deshalb auch um die Rahmenbedingungen für industrielle Innovationen, die Möglichkeiten zur Skalierung der Produktion und die Bedeutung verlässlicher Lieferketten.

Ein weiterer wichtiger Faktor sind qualifizierte Fachkräfte. Moderne Fertigungsverfahren erfordern spezialisiertes Wissen und kontinuierliche Weiterbildung. Mit der Gründung einer eigenen Academy hat STAHLKONTOR im Jahr 2026 einen weiteren Schritt unternommen, um die berufliche Aus- und Weiterbildung zu stärken.

Heimische Industrie als wichtiger Partner unserer Sicherheit

Der Besuch hat mir erneut gezeigt, wie eng Wirtschafts-, Industrie- und Sicherheitspolitik miteinander verbunden sind. Unternehmen wie STAHLKONTOR leisten mit ihrer technologischen Kompetenz einen wichtigen Beitrag zur industriellen Leistungsfähigkeit Deutschlands.

Für mich ist klar: Wenn wir unsere Bundeswehr besser ausstatten und unsere Verteidigungsfähigkeit stärken wollen, müssen wir auch die Innovationskraft unserer Unternehmen nutzen und ihnen die notwendigen Rahmenbedingungen für Investitionen und Wachstum bieten.

Dabei ist mir der direkte Austausch vor Ort besonders wichtig. Nur wenn wir die Herausforderungen der Unternehmen kennen, können wir politische Entscheidungen treffen, die in der Praxis funktionieren.

Ich bedanke mich herzlich bei den Geschäftsführern Heiko Drawe und Marcus Zeumer für das offene Gespräch, die interessanten Einblicke in die Produktion und die Gelegenheit, die aktuellen Entwicklungen des Unternehmens näher kennenzulernen.

Bewegung, Begegnung und Lebensfreude beim Aktionstag Tanz-Café in Iserlohn

Gemeinsam tanzen, lachen und miteinander ins Gespräch kommen – beim Aktionstag Tanz-Café in der Gustav-Edelhoff-Halle in Iserlohn wurde deutlich, wie viel Bewegung und Gemeinschaft miteinander zu tun haben. Am Dienstag, 20. Oktober 2026, durfte ich mir selbst einen Eindruck von diesem besonderen Angebot verschaffen.

Bei Kaffee und Kuchen, netten Gesprächen und natürlich jeder Menge Musik stand vor allem das gemeinsame Erleben im Mittelpunkt. Besonders schön war es, die Begeisterung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Line Dance zu erleben. Mit viel Freude und Engagement wurde gemeinsam getanzt und gelacht.

Organisiert wurde der Aktionstag von Reha-Sport und Linedance e.V. unter der Leitung der Vorsitzenden Carmen Münchmeier. Das Angebot richtet sich insbesondere an ältere Menschen und verbindet Bewegung mit geselligem Beisammensein.

Auch der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler übermittelte die besten Grüße und hob die besondere Bedeutung solcher Angebote hervor. Gerade im Kampf gegen Einsamkeit sind regelmäßige Begegnungsmöglichkeiten von großer Bedeutung. Sie helfen dabei, soziale Kontakte zu pflegen, neue Bekanntschaften zu schließen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Als Sprecherin für Sport und Ehrenamt der SPD-Bundestagsfraktion ist es mir ein besonderes Anliegen, solche Initiativen zu unterstützen und auf ihre Bedeutung aufmerksam zu machen. Sport ist weit mehr als körperliche Betätigung. Er schafft Begegnungen, stärkt das Miteinander und ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe – unabhängig vom Alter.

Der Aktionstag in Iserlohn hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig niedrigschwellige Bewegungsangebote sind und welchen wertvollen Beitrag engagierte Vereine für das gesellschaftliche Zusammenleben leisten.

Mein herzlicher Dank gilt Carmen Münchmeier und allen Engagierten von Reha-Sport und Linedance e.V., die mit ihrem Einsatz solche Angebote ermöglichen.

Ich habe mich sehr über die Einladung, die herzliche Atmosphäre und die vielen fröhlichen Gesichter gefreut!

Mit Engagement und Teamgeist viel erreicht – Blumenstrauß des Monats Oktober 2026 geht an Winni Schulte

Der „Blumenstrauß des Monats“ im Oktober 2026 geht an Winfrid „Winni“ Schulte aus Plettenberg. Seit mittlerweile 30 Jahren engagiert er sich im Plettenberger Turnverein (PTV), seit 2008 steht er als erster Vorsitzender an der Spitze des Vereins. Mit viel Herzblut, Tatkraft und immer neuen Ideen setzt er sich dafür ein, Menschen durch Sport zusammenzubringen und das Vereinsleben aktiv zu gestalten.

Dabei geht es Winni Schulte um weit mehr als Bewegung und sportliche Betätigung. Der PTV bietet ein breites Angebot für unterschiedliche Altersgruppen und setzt sich besonders für Gesundheit, Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Ob Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurse für Mädchen und Frauen, Sportangebote für Seniorinnen und Senioren, Sport in der Krebsnachsorge oder Projekte gegen Gewalt und Rassismus, der Verein zeigt immer wieder, wie viel Sport für das Miteinander bewirken kann.

Zahlreiche Projekte und Auszeichnungen belegen, wie erfolgreich diese Arbeit ist. So wurde der PTV unter anderem für sein Engagement in der Gewaltprävention sowie für die Integration durch Sport ausgezeichnet. Hinter diesen Erfolgen stehen viele engagierte Menschen, die gemeinsam Ideen entwickeln, Verantwortung übernehmen und sich mit großer Begeisterung einbringen. Für Winni Schulte ist deshalb immer besonders wichtig zu erwähnen: Die Arbeit im Verein ist niemals eine Einzelleistung, nur gemeinsam lässt sich so viel bewegen.

Wie sehr dieses Miteinander den Verein prägt, wurde auch bei der Übergabe des Blumenstraußes deutlich. Mit dabei waren Birgit und Peter Opitz, die sich selbst seit vielen Jahren im PTV engagieren, unter anderem im Seniorensport. Beide kennen Winni Schulte seit Langem und fanden viele anerkennende Worte für seinen unermüdlichen Einsatz, seine Verlässlichkeit und sein großes Engagement für den Verein.

Auch Bettina Lugk kennt Winni Schulte bereits aus zahlreichen Begegnungen und hat selbst schon Veranstaltungen des PTV besucht. „Winni ist jemand, der mit ganzem Herzen für seinen Verein und die Menschen in Plettenberg da ist“, sagt Lugk bei der Übergabe. „Ich habe bei meinen Besuchen selbst erlebt, mit wie viel Begeisterung und Engagement hier gearbeitet wird. Winni übernimmt seit Jahrzehnten Verantwortung, bringt Menschen zusammen und hat gemeinsam mit seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern unglaublich viel auf die Beine gestellt. Dass er dabei immer wieder betont, wie wichtig ihm das gesamte Team ist, zeichnet ihn besonders aus. Lieber Winni, für deinen großartigen Einsatz möchte ich dir von Herzen Danke sagen.“

Mit der Aktion „Blumenstrauß des Monats“ möchte Bettina Lugk Danke sagen und zeigen, Ehrenamt ist unverzichtbar. Es macht unsere Gesellschaft wärmer und stärker.

Kennen auch Sie jemanden, der sich mit Herzblut für andere einsetzt? Dann schlagen Sie ihn oder sie gerne vor und das ganz unkompliziert über das Formular auf der Homepage von Bettina Lugk: www.bettina-lugk.de/ehrenamt

Gemeinsam bringen wir das Ehrenamt sprichwörtlich zum Blühen!

Zu Besuch bei der Schäferei Golz & Büttner: Wertvolle Arbeit für Natur und Landschaft

Schäferinnen und Schäfer leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft und zum Schutz der Artenvielfalt. Welche Herausforderungen mit ihrer Arbeit verbunden sind, darüber habe ich mich bei einem Besuch der Schäferei Golz & Büttner in Iserlohn-Hennen informiert.

Festes Schuhwerk war angesagt, als ich mich mit Thomas und Ronja Golz auf den Weg über die Schafweide machte. Bei herrlichem Herbstwetter hatte ich die Gelegenheit, einen Einblick in den Arbeitsalltag der Schäferei zu bekommen und mich mit den beiden über die aktuellen Herausforderungen ihres Berufsstandes auszutauschen.

Die Schäferei Golz & Büttner verbindet traditionelle Wanderschäferei mit aktiver Landschaftspflege. Die Herden sind auf unterschiedlichen Weideflächen unterwegs und tragen dazu bei, wertvolle Grünflächen zu erhalten, eine Verbuschung zu verhindern und Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten zu schützen.

Wirtschaftliche Herausforderungen und politische Rahmenbedingungen

Im Mittelpunkt unseres Gesprächs standen die wirtschaftliche Situation der Schäfereibetriebe und die politischen Rahmenbedingungen für die Weidetierhaltung.

Steigende Kosten, umfangreiche Dokumentationspflichten, Fragen des Herdenschutzes und die Unsicherheit über die zukünftige EU-Agrarförderung stellen viele Betriebe vor große Herausforderungen. Besonders wichtig ist dabei die Frage, wie die Leistungen der Schäferinnen und Schäfer für den Natur- und Landschaftsschutz angemessen honoriert werden können.

Für mich steht fest: Wer mit seiner täglichen Arbeit einen so wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Kulturlandschaft leistet, muss davon auch leben können. Dafür braucht es verlässliche Förderbedingungen, weniger Bürokratie und eine stärkere Anerkennung der gesellschaftlichen Leistungen der Weidetierhaltung.

Internationales Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums

Besondere Aufmerksamkeit erhält die Schäferei in diesem Jahr auch auf internationaler Ebene. Die Vereinten Nationen haben 2026 zum „Internationalen Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums“ erklärt. Damit soll die Bedeutung der Weidetierhaltung für Ernährungssicherung, Artenvielfalt, Klimaschutz und den Erhalt unserer Kulturlandschaften stärker ins Bewusstsein gerückt werden.

Auch der Hirtenzug 2026 macht auf die Situation der Schäferinnen und Schäfer aufmerksam. Im August führte dieser mit rund 240 Schafen der Familie Golz durch Letmathe. Mit der bundesweiten und europäischen Aktion setzen sich die Beteiligten für bessere politische Rahmenbedingungen und eine angemessene Honorierung ihrer Arbeit ein.

Vierbeiniger Herdenschützer Obelix

Bei meinem Besuch durfte ich auch Obelix kennenlernen. Der imposante Herdenschutzhund hat eine wichtige Aufgabe: Er passt auf die Schafe auf und nimmt seine Verantwortung sehr ernst. Für eine kleine Streicheleinheit war aber auch noch Zeit.

Gerade solche Begegnungen machen Besuche vor Ort für mich besonders wertvoll. Sie vermitteln nicht nur einen Eindruck von den Arbeitsbedingungen, sondern zeigen auch, wie viel Erfahrung, Verantwortung und Leidenschaft hinter der täglichen Arbeit steckt.

Ich bedanke mich herzlich bei Thomas und Ronja Golz für das offene Gespräch, die interessanten Einblicke und die Gelegenheit, ihre Arbeit unmittelbar auf der Schafweide kennenzulernen.

Die vielen Anregungen aus unserem Austausch nehme ich gerne für meine weitere politische Arbeit mit.

Klare Haltung statt politischer Beliebigkeit: Unsere Grundwerte sind nicht verhandelbar Gastkommentar von Bettina Lugk MdB, SPD-Bundestagsfraktion

Wie glaubwürdig ist Politik, wenn klare Grundsätze plötzlich zur Verhandlungssache werden, sobald sich eine Möglichkeit zur Regierungsbeteiligung eröffnet? Diese Frage stellt sich derzeit mit Blick auf die politische Situation in Berlin. Und ich finde, sie verdient eine ebenso klare Antwort.

Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus der SPD-Bundestagsfraktion habe ich deshalb eine Erklärung unterzeichnet, in der wir uns gegen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit dem Berliner Landesverband der Linken unter den gegenwärtigen Voraussetzungen aussprechen.

Die Gründe dafür sind ernst. Wiederkehrende Antisemitismuskonflikte, bekannt gewordene Kontakte in das Umfeld der organisierten Kriminalität und zu Akteuren aus extremistischen Milieus sowie die Verharmlosung terroristischer Gewalt lassen erhebliche Zweifel an der politischen Verlässlichkeit des Berliner Landesverbandes aufkommen. Die Vereinbarung vom 8. Oktober reicht aus meiner Sicht nicht aus, um diese Zweifel auszuräumen.

Dabei sollte eines selbstverständlich sein: Der Schutz jüdischen Lebens, die entschiedene Bekämpfung des Antisemitismus und das uneingeschränkte Bekenntnis zu unserem demokratischen Rechtsstaat sind keine politischen Verhandlungspositionen. Sie sind die Grundlage jeder demokratischen Zusammenarbeit.

Wer politische Verantwortung übernehmen will, muss diese Grundsätze nicht nur erklären, sondern auch glaubwürdig vertreten und konsequent durchsetzen. Daran müssen sich alle demokratischen Parteien messen lassen; unabhängig von ihrer politischen Ausrichtung.

Für mich als Sozialdemokratin ist diese Haltung untrennbar mit den Grundwerten unserer Partei verbunden. Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind keine beliebig auslegbaren Begriffe. Sie verpflichten uns, Haltung zu zeigen. Auch dann, wenn dies politische Mehrheiten erschwert.

Dabei ist mir eine Differenzierung wichtig: Unsere Kritik richtet sich ausdrücklich gegen die gegenwärtigen Verhältnisse im Berliner Landesverband der Linken. Sie ist keine pauschale Verurteilung der gesamten Partei oder ihrer Mitglieder. Aber die Probleme, die wir benennen, sind zu gravierend, um sie mit einer gemeinsamen Erklärung als erledigt zu betrachten.

Gleichzeitig bleibt für mich völlig unstrittig, dass die AfD und ihre rechtsextremistischen Strukturen die mit Abstand größte Gefahr für unsere freiheitliche Demokratie darstellen. Wer unsere demokratische Ordnung verteidigen will, muss sich dieser Gefahr entschieden entgegenstellen. Das entbindet uns aber nicht davon, auch gegenüber anderen extremistischen Bestrebungen klare Grenzen zu ziehen.

Selbstverständlich liegt die Entscheidung über mögliche Koalitionen bei der Berliner SPD. Diese Eigenständigkeit respektiere ich ausdrücklich. Doch die Glaubwürdigkeit sozialdemokratischer Politik endet nicht an Landesgrenzen. Was in Berlin entschieden wird, hat auch Auswirkungen darauf, wie Menschen andernorts unsere Partei und ihre Grundsätze wahrnehmen.

Politisches Vertrauen entsteht dort, wo Worte und Handeln übereinstimmen. Es wird beschädigt, wenn der Eindruck entsteht, dass für eine Regierungsbeteiligung andere Maßstäbe gelten als zuvor.

Die SPD hat eine lange Geschichte des Eintretens für Demokratie, Freiheit und Menschenwürde. Dieser Verantwortung müssen wir auch heute gerecht werden.

Deshalb ist meine Position eindeutig: Unter den gegenwärtigen Voraussetzungen darf es keine Koalitionsverhandlungen mit der Berliner Linken geben. Nicht aus parteipolitischem Kalkül, sondern aus Verantwortung für unsere Grundwerte.

Denn politische Mehrheiten können sich ändern. Unser Wertekompass darf es nicht.

Para Sport stärken – vom Nachwuchs bis zur Weltspitze

Sportpolitisches Frühstück der SPD-Bundestagsfraktion: Austausch über Barrierefreiheit, Nachwuchsförderung und die Zukunft des Para Sports

Wie können wir den Para Sport in Deutschland weiter stärken? Welche Voraussetzungen brauchen junge Menschen mit Behinderungen, um ihren sportlichen Vorbildern nachzueifern? Und wie können wir unsere Spitzenathletinnen und Spitzenathleten noch besser unterstützen?

Über diese und viele weitere Fragen haben wir beim sportpolitischen Frühstück der AG Sport und Ehrenamt der SPD-Bundestagsfraktion am 15. Oktober 2026 diskutiert. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Sport haben wir uns über aktuelle Herausforderungen, notwendige Verbesserungen und sportpolitische Vorhaben ausgetauscht.

Ein wichtiges Thema war die Barrierefreiheit unserer Sportstätten. Denn wer Sport treiben möchte, muss auch die Möglichkeit dazu haben. Noch immer bestehen vielerorts Hürden, die Menschen mit Behinderungen den Zugang zum Sport erschweren. Hier müssen wir besser werden.

Besonders am Herzen liegt mir die Förderung von Kindern und Jugendlichen. Die Erfolge unserer Athletinnen und Athleten bei den Paralympischen Spielen sowie bei Welt- und Europameisterschaften begeistern und schaffen Vorbilder. Damit junge Menschen diesen Idolen nacheifern können, brauchen sie wohnortnahe, barrierefreie Sportangebote, engagierte Vereine und gute Förderstrukturen.

Auch die Unterstützung des Spitzensports war Gegenstand unseres Austauschs. Dabei ging es unter anderem um die wichtige Arbeit des Instituts für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) und des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT). Beide Einrichtungen leisten mit ihrer wissenschaftlichen und technischen Expertise einen wichtigen Beitrag zur Leistungsentwicklung im deutschen Spitzensport.

Für mich steht fest: Erfolgreicher Para Sport beginnt nicht erst bei den Paralympischen Spielen. Er beginnt dort, wo Kinder und Jugendliche ihre Begeisterung für Bewegung entdecken, wo Vereine Teilhabe ermöglichen und wo Talente die Unterstützung erhalten, die sie für ihre sportliche Entwicklung benötigen.

Als Sprecherin für Sport und Ehrenamt der SPD-Bundestagsfraktion ist es mir wichtig, die unterschiedlichen Perspektiven zusammenzubringen und daraus konkrete Verbesserungen für den Sport abzuleiten.

Ich danke allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den offenen, konstruktiven Austausch und die vielen wertvollen Anregungen. Wir werden die angesprochenen Themen in unserer parlamentarischen Arbeit weiterverfolgen. Denn unser Ziel ist klar: Mehr Teilhabe, bessere Entwicklungsmöglichkeiten und starke Perspektiven für den Para Sport – vom Breitensport bis zur Weltspitze.

Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr Werdohl – Spannende Einblicke in das neue Gerätehaus Stadtmitte

Am vergangenen Samstag war ich beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr Werdohl zu Gast. Dabei hatte ich die Gelegenheit, das neue Gerätehaus Stadtmitte zu besichtigen und einen Einblick in die Arbeitsbedingungen unserer Feuerwehr zu erhalten.

Bei einem exklusiven Rundgang konnte ich mir die neuen Räumlichkeiten und die Ausstattung genauer anschauen. Beeindruckend, welche Möglichkeiten hier für die wichtige Arbeit der Feuerwehr geschaffen wurden! Eine moderne Infrastruktur und eine gute technische Ausstattung sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass die Einsatzkräfte ihre Aufgaben zuverlässig und sicher erfüllen können.

Besonders wichtig ist mir dabei auch der persönliche Austausch. Denn hinter einer leistungsfähigen Feuerwehr stehen vor allem Menschen, die sich mit großem ehrenamtlichen Engagement, hoher Professionalität und viel Herzblut für die Sicherheit ihrer Mitmenschen einsetzen.

Der Tag der offenen Tür bot auch den Bürgerinnen und Bürgern eine schöne Gelegenheit, die neue Feuerwache kennenzulernen und mit den Einsatzkräften ins Gespräch zu kommen.

Mein herzlicher Dank gilt der Feuerwehr Werdohl für den exklusiven Rundgang, die interessanten Einblicke und die vielen Informationen. Vor allem aber danke ich allen Kameradinnen und Kameraden für ihren unermüdlichen Einsatz. Dieses Engagement ist alles andere als selbstverständlich und verdient unsere Anerkennung und Unterstützung!

Warschauer Sicherheitsforum 2026: Wie sichern wir Frieden und Sicherheit in Europa?

Zwei Tage voller spannender Diskussionen, interessanter Begegnungen und vieler Denkanstöße: Heute und morgen nehme ich am Warsaw Security Forum in Warschau teil.

Mehr als 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus rund 90 Ländern kommen hier zusammen, um über die sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit zu diskutieren.

Die Themen könnten kaum vielfältiger sein: Wie muss sich die NATO auf zukünftige Bedrohungen vorbereiten? Wie stärken wir die europäische Verteidigungsfähigkeit? Welche Rolle spielen die internationale Zusammenarbeit, die Verteidigungsindustrie und neue Technologien? Und wie schützen wir unsere kritische Infrastruktur und machen unsere Gesellschaften widerstandsfähiger?

Besonders interessant sind für mich die unterschiedlichen Perspektiven unserer europäischen und internationalen Partner. Gerade die Staaten an der östlichen NATO-Flanke bringen wichtige Erfahrungen und Einschätzungen in die Diskussionen ein.

Natürlich ist auch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ein zentrales Thema. Die Berichte über die Lage an der Front, den Alltag in Kiew unter ständigen Angriffen und die gezielte Zerstörung der Energie- und Verkehrsinfrastruktur sind eindrücklich. Besonders bewegt haben mich die persönlichen Einblicke in das Schicksal von Kriegsgefangenen.

Aber auch die internationale Dimension des Krieges, seine Finanzierung und die Frage, wie wir unsere Luftverteidigung und den Schutz der Zivilbevölkerung verbessern können, werden intensiv diskutiert.

Was sich durch viele Panels zieht: Sicherheit ist weit mehr als eine militärische Frage. Es geht ebenso um wirtschaftliche Stärke, eine funktionierende Infrastruktur, gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit und verlässliche internationale Partnerschaften.

Als Mitglied des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages ist mir dieser Austausch besonders wichtig. Die Gespräche und Diskussionen liefern wertvolle Impulse für meine parlamentarische Arbeit und zeigen einmal mehr, wie wichtig es ist, über nationale Grenzen hinauszudenken.