Im Rahmen seines Besuchs im Märkischen Kreis war Achim Post, Landesvorsitzender der NRWSPD und stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD, gemeinsam mit unserer heimischen Bundestagsabgeordneten Bettina Lugk zu Gast bei der Firma Risse + Wilke Kaltband in Iserlohn. Das traditionsreiche Familienunternehmen ist seit mehr als 100 Jahren in der Region verwurzelt und auf die Herstellung von hochwertigem Kaltband und Bandstahl spezialisiert.
Gastgeber Jörg Lohölter, geschäftsführender Gesellschafter von Risse + Wilke, begrüßte gemeinsam mit den Betriebsratsvertretern Tanju Yoldasoglu und Manuel Jimenez die Gäste zum Austausch im Unternehmen. An dem Gespräch nahmen neben Bettina Lugk und Achim Post auch Fabian Ferber, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Märkischer Kreis, sowie Iserlohns stellvertretender Bürgermeister Michael Scheffler teil.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die wirtschaftlichen Herausforderungen für energieintensive Industrieunternehmen wie Risse + Wilke. Jörg Lohölter machte deutlich, dass die hohen Stromkosten für ein international tätiges Unternehmen wie seines einen erheblichen Wettbewerbsnachteil darstellen. Ein wirksamer Industriestrompreis könne hier eine spürbare Entlastung bringen und dazu beitragen, industrielle Wertschöpfung am Standort zu sichern.
Achim Post unterstrich, dass die SPD seit langem für einen Industriestrompreis eintritt. Ziel müsse es sein, energieintensive Unternehmen im internationalen Wettbewerb zu stärken und die Kostenbelastung näher an das Niveau wichtiger Wettbewerber wie den USA oder China heranzuführen. Zugleich wurde deutlich, dass der geplante Industriestrompreis aus Sicht der SPD ein wichtiger Schritt ist. Die bislang absehbare Ausgestaltung bleibt jedoch hinter dem zurück, was die SPD für eine wirksame Entlastung energieintensiver Betriebe für notwendig hält. Die SPD werde deshalb auch innerhalb der Koalition weiter dafür werben, die Industriestandorte und ihre Beschäftigten noch stärker in den Blick zu nehmen.
Neben den Energiepreisen wurde u. a. auch über Bürokratie, wie z. B. Berichtspflichten oder das Lieferkettengesetz diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass Unternehmen wie Risse + Wilke verlässliche Rahmenbedingungen brauchen, um investieren, ausbilden und Beschäftigung langfristig sichern zu können.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die gelebte Mitbestimmung im Unternehmen. Jörg Lohölter hob die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat hervor. Auch bei anstehenden Veränderungen und Zukunftsentscheidungen werde der Betriebsrat eng eingebunden. Der hohe Organisationsgrad der Beschäftigten und die aktive Rolle des Betriebsrates machten deutlich, welchen Stellenwert Mitbestimmung bei Risse + Wilke hat.
Positiv wurde auch der Blick auf die Ausbildung im Unternehmen bewertet. Aktuell beschäftigt Risse + Wilke elf Auszubildende, fünf weitere junge Menschen sollen im Herbst ihre Ausbildung beginnen.
Bettina Lugk hob nach dem Gespräch die Bedeutung des Unternehmens und der gelebten Mitbestimmung hervor: „Risse + Wilke zeigt, wie wichtig starke Industrieunternehmen für unsere Region sind. Hier geht es nicht nur um Produktion, sondern um gute Arbeitsplätze, Ausbildung, Mitbestimmung und Verantwortung für den Standort. Damit Unternehmen wie Risse + Wilke im Märkischen Kreis eine Zukunft haben, brauchen wir bezahlbare Energie, weniger unnötige Bürokratie und eine Politik, die industrielle Wertschöpfung in unserer Region stärkt.“
Achim Post und Bettina Lugk dankten Jörg Lohölter, Tanju Yoldasoglu, Manuel Jimenez sowie allen Beteiligten für die Einblicke in das Unternehmen und das konstruktive Gespräch. Für Bettina Lugk bleibt der direkte Austausch mit Unternehmen, Betriebsräten und Gewerkschaften ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit im Wahlkreis. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sei es entscheidend, miteinander im Gespräch zu bleiben und gemeinsam für gute Industriearbeitsplätze in der Region einzutreten.


